natürlich GESUND
Freitag, 03.09.2010      





Kuren statt Krankwerden

Stress, Umweltverschmutzung, Fastfood, Strahlenbelastung, zunehmende Einsamkeit– all das zehrt immer mehr an unserer Gesundheit. Die Zahl der Zivilisationserkrankungen steigt erschreckend. Wer rechtzeitig vorbeugt durch regelmässige Entschlackung und Entgiftung des Körpers, gezielte Entspannung und Bewegung oder durch spezielle Anwendungen wie z: B. Kneipp- oder Ayurvedakuren beugt langfristig Krankheiten vor und erhöht die Lebenserwartung

„Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt“ – von dieser Idee geleitet, schuf Sebastian Kneipp bereits vor 150 Jahren eine ganzheitliche Lehre, die sich auf fünf Elemente stützt: die gesundheitsfördernde Wirkung des Wassers, die Heilkraft ausgewählter Pflanzen, körperliche Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und eine innere Balance von Körper, Geist und Seele.


Kneipps Lehre vom ganzen Menschen

Es waren seine grossen Erkenntnisse um die Bedeutung des Wassers für die körperliche Gesunderhaltung, die Sebastian Kneipp schon zu Lebzeiten den Beinamen „Wasserdoktor“ zutrugen. Und sie retteten ihm sein Leben: Im Alter von 28 Jahren litt der Theologiestudent an Lungentuberkulose - einer Krankheit, die Mitte des 19. Jahrhunderts meist tödlich endete. Sebastian Kneipp aber überlebte. Weil er Bäder in der Donau nahm. Immer wieder ging er in den eisig kalten Fluss. Nach Wochen war er gesund und lebte noch 48 Jahre. 1897 starb er – vom Papst zum Monsignore erhoben – als „Wohltäter der Menschheit“ in Bad Wörishofen. Sebastian Kneipps ganzheitliches Denken gilt heute als wegweisend für naturkundliche Heilmethoden und eine zeitgemässe Präventivmedizin. Der erfolgreiche Selbstversuch liess Kneipp (1821-1897) weiter forschen; er begann die eigenen Erkenntnisse und andere naturheilkundlichen Ansätze des 19. Jahrhunderts zu einer systematischen Lehre auszubauen, die er im Laufe seines Lebens kombiniert und für die Bedürfnisse des modernen Menschen weiterentwickelt hat. Auf dieser Grundlage und aus den Erfahrungen seiner eigenen Rettung schuf er ein visionäres Lebenskonzept, das den Menschen, seine Lebensgewohnheiten und seine natürliche Umwelt untrennbar als Einheit betrachtet. Kneipp gelang es, die seit Jahrtausenden bekannten Zusammenhänge von Gesundheit, Schönheit, Pflege und Wohlbefinden in die Moderne zu übertragen und bis in die heutige Zeit zu überliefern. Der Name Kneipp steht damit nicht nur für wissenschaftlich fundierte naturheilkundliche Produkte und Anwendungen, er steht für einen ausgewogenen ganzheitlichen Lebensstil, also das, was heute häufig als Wellness bezeichnet wird. Die Eckpfeiler dieses Denkens bestehen aus vier Elementen Wasser, Pflanzen, Bewegung, Ernährung und ihrem gegenseitigen Zusammenspiel, der Balance:

Wasser

Wasser ist ein idealer Träger von Wärme und Kälte sowie chemischer und mechanischer Reize. Im Mittelpunkt der so genannten Hydrotherapie, der berühmten „Kneipp-Kur“, stehen deshalb wohltuende Anwendungen mit warmem und kaltem Wasser. Sie regen den Kreislauf an und steigern die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers.

Pflanzen

Die Lehre von den heilenden Wirkungen ausgesuchter Kräuter und anderer Pflanzen beruht auf jahrtausendealten Erfahrungen. Hoch dosierte Pflanzenextrakte in weitestgehend naturbelassener Form, wie sie sich in den bewährten Rezepten Kneipps finden, sind die Basis für wirksame Heilung und aktiven Gesundheitsschutz, für äussere Schönheit und inneres Wohlbefinden.

Bewegung

Ein wichtiger Aspekt ist die regelmässige körperliche Betätigung, möglichst in freier Natur. Leichte körperliche Aktivitäten wie Wandern, Schwimmen und Radfahren sowie ausgewogene Trainingsprogramme ohne Leistungsdruck bringen den gesamten Organismus in Schwung und unterstützen seine natürliche Widerstandsfähigkeit ebenso wie das allgemeine Wohlbefinden.

Ernährung

Eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung ergänzt den ganzheitlichen Ansatz. Kneipp ging es jedoch nicht um strenge Diäten, sondern um den ausgewogenen Genuss von gehaltvollen und möglichst fettarmen Nahrungsmitteln. Da Essen und Trinken aber von zentraler Bedeutung für innere Ausgeglichenheit und Lebensfreude sind, sollen die Mahlzeiten auf jeden Fall gut schmecken.

Balance

Alle diese Elemente sind für sich genommen wichtig, doch entfalten Sie ihre ganze Wirksamkeit erst im Rahmen einer bewussten, ausgeglichenen Lebensführung. Diese Ausgewogenheit allen Tuns ist nach Sebastian Kneipp eine grundlegende Voraussetzung für ein gesundes, aktives und zufriedenes Leben. Die Balance steht daher als oberstes Prinzip über den Elementen und vereint sie zu einem sinnvollen Ganzen.

Infos:www.kneipp-schweiz.ch
Kneipp Infoline: 00800-56 34  77  46  36 (Gratisnummer)

Ayurveda: Die Lehre vom Leben

Die ayurvedische Medizin geht davon aus, dass Krankheitssymptome die langfristige Folge eines gestörten Gleichgewichts der drei Lebensenergien – Doshas – sind, und somit auch Störungen des körperlichen und seelischen Gleichgewichts verursachen. Ayurveda-Ärzte mit langer Erfahrung können mittels Pulsdiagnose die Ausprägung und das Zusammenspiel der Doshas ermitteln und damit gesundheitliche Probleme im Detail feststellen. Die Grundverfahren des Ayurveda dienen der Stärkung des Immunsystems, der Regeneration, der Vitalität und Verjüngung – insgesamt einer Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens. Große Erfolge wurden jedoch auch bei folgenden Beschwerden erzielt: Erkrankungen der Atemwege, des Herz- und Gefäßsystems, des Magens und Darms, der Nieren und Harnwege, des Nervensystems und des Bewegungsapparates, rheumatische Beschwerden, Migräne, Depressionen, Impotenz, Stress, Schlaflosigkeit, allgemeine Schwächezustände, Fettsucht, Ekzeme, Psoriasis, Akne u.a.

Entschlackung durch Panchakarma

Panchakarma-Kuren sind das Herz der ayurvedischen Behandlung. Es empfiehlt sich im allgemeinen eine Panchakarma-Kur von zwei bis vier Wochen. Ein Ayurveda-Urlaub, ob in einer europäischen Klinik oder einem Gesundheitshotel oder einem Zentrum in Indien oder Sri Lanka, ist eine Investition in die Gesundheit des ganzen Menschen, die nachhaltige und tiefgreifende Wirkung zeigt. Die Panchakarma-Behandlungen haben das Ziel, die Organe und Gewebe von Stoffwechselschlacken zu reinigen und die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken. Hand in Hand mit der physiologischen Regeneration kann sich das geistig-seelische Gleichgewicht stabilisieren. Panchakarma bedeutet, dass eine systematische Lösung und Ausscheidung von Giften aus jeder Zelle gefördert wird. Wobei die natürlichen Ausscheidungsorgane, wie z.B. Schweissdrüsen, Blutgefässe, Harnwege und Darm aktiviert werden. Panchakarma ist eine Abfolge von Schritten, die auf den Konstitutionstyp des Behandelten abgestimmt sind. Es umfasst unter anderem: innere Ölbehandlung (sneehara), Abführen (virechana), Ölmassagen (abhyanga).

Die Kur zuhause

Ihnen fehlt gerade mal die Zeit oder auch das nötige Geld für eine wochenlange, professionelle Kur in einem Gesundheitshotel oder in einer Kurklinik? Dann nützen Sie doch Ihre wertvolle freie Freizeit und die Wochenenden für eine Kur zuhause. Wie wäre es z.B. mit einer Entsäuerungskur, d.h.: eine Zeitlang nur Obst und Gemüse essen, viel Wasser und Säfte trinken und auf Fleisch, Kaffee und Alkohol verzichten – und dazu ein Präparat mit basischen Mineralien einnehmen, die die gelösten Säuren binden und aus dem Körper ausleiten? Oder eine ambulante Heilfastenkur oder eine F.X. Mayr Kur – vielleicht mit einer lokalen Fastengruppe an Ihrem Wohnort (Infos über z.B. die Volkshochschulen, Ortsanzeiger)? Derartige Kuren kann man übrigens hervorragend begleiten mit Baumessig-Pflastern. Baumessig nennt sich ein Kondensationsprodukt aus verdampften Baumsaft, dem eine besondere Absorptionskraft für Giftstoffe im Körper nachgesagt wird. Diese Form der Entgiftung und Entschlackung des Körpers über die Fusssohle kommt aus Japan und soll nach der TCM-Lehre auch den freien Fluss der Lebensenergie „Chi“ anregen. Die Anwendung der Pflaster über Nacht ist ziemlich einfach: Vor dem Schlafengehen klebt man unter jede Fußsohle ein oder mehrere Pflaster auf Stellen bzw. Fussreflexzonen, die mit Körperpartien verbunden sind, deren Wohlbefinden man fördern möchte.

Den Darm pflegen

Der Darm trägt wesentliche Verantwortung dafür, ob wir gesund oder krank sind. 80 Prozent unseres Immunsystems sitzen im Darm. Wichtigster Bestandteil der körpereigenen Abwehr ist die Darmflora, eine Gemeinschaft von 400 bis 500 verschiedenen Bakterienarten, die im Dickdarm leben und ein Gesamtgewicht von 1,5 Kilo haben. Die Darmbakterien sind als organische Schutzbarriere lebensnotwendig. Wenn die Zusammensetzung dieser Flora außer Balance gerät, funktioniert auch das Immunsystem nicht mehr richtig. - Achten Sie vor allem auf ballaststoffreiche Ernährung! Ballaststoffe nehmen Wasser auf, erhöhen dadurch das Stuhlgewicht und regen den Darm an. Folge: der Stuhl wird schneller transportiert und ausgeschieden. Gemüse, Obst, Kartoffeln und Vollkornprodukte enthalten jede Menge Ballaststoffe. Essen Sie möglichst viel davon und reduzieren Sie den Verzehr von ballaststoffarmen Weißmehlprodukten (Nudeln, Weißbrot) und Süßigkeiten.

  • Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter Mineralwasser, Kräutertees oder verdünnte Obstsäfte. Wer auf Kaffee, Schwarztee oder Alkohol, die dem Körper Wasser entziehen, nicht verzichten möchte, sollte die Flüssigkeitsmenge noch erhöhen.

  • Bewegen Sie sich regelmässig.
Ist die Darmflora durch zu viel oder falsches Essen oder z :B. durch Medikamente wie Antibiotika gestört, helfen Präparate mit wichtigen Darmbakterien, die bei regelmässiger Einnahme das Gleichgewicht im Darm wiederherstellen – und damit auch unsere Gesundheit und unser Immunsystem stärken.

Kräuter gegen die Verschleimung

Der Autodidakt Bertrand Heidelberger (Jahrgang 1845) erkannte schon früh, dass in erster Linie der Schleim, der bei der Nahrungsaufnahme den Magen und die Nieren verunreinigt (und dann nach und nach alle weiteren inneren Organe) der Auslöser ist für mannigfaltige Erkrankungen. Schleim, der in das Blut übergeht und dadurch die Blutzirkulation stört. Die Schleimbildung ist an sich etwas ganz natürliches. Er wird im Körper von den Schleimdrüsen abgesondert. Schleim findet man im Speichel- und Magensekret, in der Galle, im Lungen- und Bronchialbereich sowie im Urogenitaltrakt. Der Schleim dient als Schutz- und Transportfunktion sowie als Gleitschicht. Zudem wird mit Hilfe des Schleims eine gewisse Anzahl von Giften aus dem Körper ausgeschieden. Diese schleimgebundenen Abfallsstoffe können aber auch in größeren Mengen im Körper gelagert werden und binden damit große Wassermengen. Diese eingelagerten Abfallstoffe können durch ihre Zusammensetzung die Ursache vielfältiger Krankheiten sein. Heidelberger hat mit einem Mix aus allesamt bitteren Heilkräutern ein Mittel gefunden, dass ohne Nebenwirkungen hilft, diesen eingelagerten Schleim abzubauen. Das Heidelberger Kräuterpulver besteht aus 7 Kräutern, Wermut, Schafgarbe, Wacholder, Anis, Fenchel, Kümmel, Bibernelle. Bitterstoffe sind für die Verdauung und den Abbau von Schlacken oder Schleim absolut förderlich.

aus Natürlich GESUND - 10. Jahrgang - Nr. 7 - Oktober 2006

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