Das zweite Gesicht:
Schärfen Sie den Blick auf sich und Ihre Umgebung!
Eine Einleitung für den Blick in die Glaskugel finden Sie hier nicht. Schließlich sind für die Entwicklung medialer Fähigkeiten ganz andere Dinge wichtig. Erfahren Sie selbst, wie Sie durch Einsatz und bewusste Entwicklung Ihrer Sinneswahrnehmungen den inneren Blick auf sich selbst und Ihre Umwelt schärfen und an Lebensintensität gewinnen. Der Studienkreis für Empirische Evolutionsforschung zeigt erstmalig auf wissenschaftlicher Basis auf, was Medialität wirklich bedeutet
Hand aufs Herz, wer hat folgende Situation nicht schon selbst erlebt? Sie betreten einen Raum, werden angelächelt und nehmen im gleichen Moment wahr, dass kurz vor ihrem Eintreten heftig gestritten wurde, die Luft sozusagen dick ist. Der Volksmund spricht hier vom sechsten Sinn, der Geisteswissenschaftler von der intuitiven Wahrnehmung.
Besitzt jemand den sechsten Sinn, so bedeutet das im Endeffekt nichts anderes, als dass er eine Grundstabilität der fünf Bewertungsfilter Tasten, Hören, Schmecken, Sehen und Riechen besitzt. Je stärker diese Sinne ausgebildet sind, um so intensiver ist die Wahrnehmung. Biochemisch sagt man auch, dass der Mensch eine intensivere, also höhere Gesamtschwingung besitzt, was letztendlich nur eine feinere Wahrnehmung über die fünf Sinne bedeutet. Diese Fähigkeit wird allgemein als Medialität bezeichnet.
Der Hund verrät es
Der Mensch ist in der Lage, ihn umgebende Schwingungen bis maximal zur eigenen Schwingungsfrequenz wahrzunehmen. Schwingungen, die über dem individuellen Frequenzwahrnehmungsbereich liegen, werden im Umkehrschluss nicht wahrgenommen. Sie existieren dann faktisch für den Menschen nicht. Dazu ein veranschaulichendes Beispiel: Das Blasen in eine Hundepfeife, deren Ton man jedoch nicht hört, könnte zur Vermutung führen, dass die Pfeife nicht funktioniert. Eines Besseren wird man belehrt, wenn der Hund reagiert; Die Pfeife scheint doch zu funktionieren. Allgemein könnte man diesen Vorgang auch folgendermaßen formulieren: Wahrnehmung ist anfangs immer eine subjektive Vermutung nicht wahrnehmbarer Frequenzen, die von uns erst dann als real anerkannt werden, wenn gleiche Ergebnisse in beliebigen Wiederholungen belegt werden können.
Störungen in den Wahrnehmungsfrequenzen sind immer und überall anzutreffen, zum Beispiel Farbenblindheit, Geschmacksschwächen oder auch gestörte Tast- und Geruchswahrnehmungen. Sind jedoch die fünf grundlegenden Sinne stark und gleichmäßig ausgebildet, haben wir es meist mit sehr beweglichen Menschen zu tun, die große harmonische Ausstrahlung und Charisma besitzen. Die Gesamtentwicklung des Menschen scheint also wesentlich von der Wahrnehmungsfähigkeit seiner fünf Sinne abzuhängen. Je stärker seine fünf Sinne ausgeprägt sind, desto höher schwingt der gesamte Mensch.
Die zwei Ebenen der Medialität
Wie hängt jedoch eine hohe Wahrnehmungsfähigkeit mit Medialität zusammen? In der sogenannten „niederen Medialität“, auch Spiritismus oder Astralwelt genannt, werden nur erdnahe Schwingungen von niedriger Schwingungsfrequenz wahrgenommen. Im Allgemeinen kann man sagen, dass alles, was das Ego nährt, aus erdnahen Schwingungen von niedriger Schwingungsfrequenz stammt, darunter Maßlosigkeit und Gier. Sie sind nicht befreiender Natur und bauen den Menschen auch nicht auf, sondern binden ihn an seine Unzulänglichkeiten. Der Geisteswissenschaftler sagt deshalb: „Aus der Astralwelt kommt nie Gutes!“
Die sogenannte „hohe oder geistige Medialität“, auch Spiritualität genannt, wird durch höhere Schwingungsfrequenzen charakterisiert. Abgeschirmt von der Astralschwingungsebene erreicht man über einen energetischen Lichttunnel inhaltlich reine, klare, praktische und ethische Lehren, die mit Hilfe medialer Fähigkeiten in das Bewusstsein aufgenommen werden können. Durch Verständnis und Anwendung der darin enthaltenen, kosmischen Harmonielehren, haben sie die Aufgabe, uns den Weg zu unserem wahren Selbst zeigen.
Gutes oder schlechtes Medium?
Diese Zusammenhänge erklären auch die Existenz von Medien, die Hellhören (Wahrnehmen von inneren Stimmen), Hellfühlen, Hellriechen oder Hellsehen können. Im unglücklichen Fall kann das Medium nur niedrige Energiefrequenzen empfangen – ein Grund für Ratsuchende, beim Besuch eines Mediums Vorsicht walten zu lassen. Niedere Medialität wurde beispielsweise Kaiser Nero zugesprochen. Er nahm sich als Gottheit wahr und ließ Rom niederbrennen.
Eine belegte Anekdote schildert wiederum, dass sich Napoleon bei der Eroberung Ägyptens in den Sarkophag der Cheops-Pyramide legte. Als er nach einiger Zeit leichenblass auf seine Kommandeure traf und diese ihn über seinen Zustand befragten, erwähnte er nur, dass er im Sarkophag in der Zukunft liegende Ereignisse gesehen und wahrgenommen habe, die ihm kein Mensch glauben würde. Er verzichte deshalb, darüber zu sprechen. Napoleon wurde nachgesagt, hellsichtige Fähigkeiten zu haben.
In einem Fall des Hellriechens, also der Wahrnehmung feinster Düfte, roch jemand, dass eine drei Meter entfernte Person vor geraumer Zeit Schokolade gegessen hatte.
Hellfühlende Medien, also Menschen, die objektiv nicht wahrnehmbare Dinge empfinden, können bei anderen Menschen Disharmonien und Krankheiten beziehungsweise noch nicht eingetretene Geschehnisse fühlen.
Bei genauerer Betrachtung übermenschlich wirkender Sinneswahrnehmungen liegt die Erkenntnis nah, dass erst eine sehr hohe Entwicklung der fünf Sinne den Kontakt mit dem sechsten Sinn, der intuitiven Wahrnehmung, möglich macht. Nun könnte man sich die Frage stellen, ob nicht alle Menschen die gleichen Möglichkeiten zur Entwicklung von Medialität besitzen. Denn immerhin bestehen sie alle aus den gleichen DNA-Bausteinen und 81 Spurenelementen. Und dieser Gedanke ist gar nicht so falsch – im Gegenteil.
Medialität für alle
Eine sehr präzise Anweisung zur Entwicklung von Medialität liefern die Texte der großen Philosophen, so zum Beispiel mit dem Weg der „Versenkungsweg nach Innen“. Der Weg zum eigenen Seelenzentrum besteht aus insgesamt drei Stufen: In der ersten Stufe (Konzentration) lernen wir, das Denken zur Stille zu bringen. In der zweiten Stufe (Kontemplation / Betrachtung) bringen wir die inneren Bilder zur Ruhe und in der dritten Stufe (Meditation) versuchen wir, durch Versenkung zum eigenen Zentrum vorzudringen.
Diese Übung schärft die Sinneswahrnehmungen und erhöht die Eigenschwingung. Auf diese Weise können sich auch die medialen Fähigkeiten zum sechsten Sinn entwickeln, der intuitiven Wahrnehmung. Die Meditation in der dritten Stufe erhöht mit der Zeit die Schwingungsebenen der intuitiven Wahrnehmungen – erfahrungsgemäß zu Beginn meist sporadisch, dann immer öfter.
Vertiefen wir die Meditation konzentriert in unsere Herzspitze, dem energetischen Motor unseres Lebens, wird sich die intuitive Wahrnehmung im Laufe der Zeit derart vertiefen, dass wir zu einer klaren Sicht in die uns bisher unbekannten energetischen Welten der hochschwingenden Energien kommen. Wir sind dann in der Lage, die energetischen Grundkräfte der Naturgesetze mit unserem Bewusstsein zu erfassen. Dieser Zustand des „In sich eins sein“ macht es uns möglich, Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft wahrzunehmen, was als der siebte Sinn bezeichnet wird, die sogenannte klare, geistige Schau. In dieser Entwicklungsstufe der Wahrnehmung geht es nicht um Wahrsagungen, sondern ausschließlich um das reine Erkennen und Verstehen der Naturgesetze und der dahinter wirkenden Energien.
Die Medialität ist also als ein ganz natürlicher Teil der menschlichen Entwicklung und gibt jedem die Möglichkeit, das eigene Bewusstsein ganzheitlich zu entwickeln. Entwicklungsfaktoren sind dabei die inneren wie äußeren Erkenntnisse vom „großen Ganzen“ und die gelebten Erfahrungen, mit deren Hilfe wir unser Denken, Fühlen und Handeln im täglichen Leben harmonisieren um daran zu wachsen und als „gewachsene Persönlichkeit“ wahrgenommen zu werden. Der Weg zur Medialität kann kurz sein, aber auch viele Jahre dauern. Das Geheimnis liegt in der regelmäßigen Hinwendung, getreu dem alten philosophischen Lehrsatz: „Bereits der Weg (den wir begehen) ist das Ziel.“
Die Größe der nicht sichtbaren, also feinstofflichen Welt ist für das menschliche Bewusstsein unvorstellbar. Das bewiesen Wissenschaftler in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie setzten ein Wasseratom durch Strom in Schwingung und maßen dabei die verschiedenen Hertz-Frequenzen. Diese verglichen sie dann mit dem durchschnittlichen Wahrnehmungsvermögen des Menschen über seine fünf Sinne. Das Ergebnis war mehr als erstaunlich und erinnert an das Beispiel der Hundeflöte (siehe Beitrag). Die fünf Sinne konnten nur ein Neuntel der nachgewiesenen Schwingungen wahrnehmen. Alles, was der Mensch bewusst durch Denken, Fühlen, Sehen und Tasten wahrnimmt, macht also nur ein Neuntel der möglichen Wahrnehmungen aus. Die unsichtbaren, sogenannten feinstofflichen Welten beinhalten die restlichen Acht Neuntel an Schwingungsfrequenzen. Wie groß muss also das Universum sein? Lohnt es da nicht, die eigenen medialen Fähigkeiten zu entwickeln, um sich selbst und das eigene Umfeld im täglichen Leben besser wahrnehmen und verstehen zu können?
Die Kraft der Versenkung
Folgende Übung kann Ihnen helfen, Ihre medialen Fähigkeiten zu steigern. Zu Beginn sollte sie ca. drei Minuten praktiziert werden. Bei wachsender Konzentrationsstärke kann sie auf sieben oder neun Minuten verlängert werden, sollte jedoch 20 Minuten nicht übersteigen.
1. Stellen Sie in ca. 60 cm Entfernung eine weiße Kerze auf.
2. Setzen Sie sich gerade und aufrecht hin, ohne Überkreuzen von Armen und Beinen. Stellen Sie sich nun vor, wie sich aus Ihrer Herzspitze heraus kugelförmig ein heller, lichterfüllter Schutzmantel bildet, der Sie vollkommen durchströmt und umhüllt (möglichst über einen Meter um Sie herum). Der Lichtschutzmantel dient dem Schutz vor äußeren Einflüssen, die uns von der Übung ablenken könnten. Wenn wir ihn aktiviert haben, bleibt er solange bestehen, wie wir selbst in Harmonie sind. Der kleinste Missmut zerreißt ihn. Er muss dann erneut aktiviert werden.
3. Betrachten Sie nun die Kerzenflamme, als ob Sie sie später malen wollten. Wenn Sie das Gefühl haben, Flamme, Farben und Form genau zu kennen, schließen Sie die Augen und richten diese innerlich auf Ihre Nasenspitze.
4. Versuchen Sie nun, die Flamme innerlich auf der Stirninnenseite zwischen den Augenbrauen, dem Seelenfenster, zu sehen. Stellen Sie sich dabei vor, in ihrer Kopfmitte zu sitzen und auf die Stirninnenseite sehen zu können – wie auf eine Leinwand. Nun sind Sie passiver Beobachter und lassen die Dinge geschehen. Die Flamme kann sich dabei vor oder auf unserer Stirninnenseite zeigen. Entweder so, wie wir sie zuvor gesehen haben oder auch in völlig veränderten Farben und Formen. Auch Bildfolgen sind möglich. Wenn Sie Flammen- oder Lichtformen sehen, konzentrieren Sie sich immer auf deren Mitte.
Autor:
Der für den Beitrag verantwortliche Studienkreis für Empirische Evolutionsforschung wurde 1952 gegründet und arbeitet naturwissenschaftlich, konfessionsneutral und dogmenfrei. Kontakt: Tel. 030-8520447, evolutionskreis@aol.com
Aus: natürlichGesund, Ausgabe 3/2009, Bilder: Victoria Alexandrova, Shutterstock / Serg Zastavkin, Shutterstock
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